Wearables - eine coole Sache: Wie kann man diese sicher nutzen?
Sichere Geräte
Wearables, resp. die Anbieter der Lösungen, wissen, wo man arbeitet, wo man wohnt, wo und wie lange man schläft und wo man gerne Sport macht – und je nach den enthaltenen Funktionen haben die Anbieter auch noch mehr persönliche Informationen.
Was sind überhaupt Wearables?
Wearables (Smartwatches, Fitnesstracker und Smartglasses) sind intelligente, internetfähige Geräte, die direkt am Körper getragen werden. Sie erfassen mittels Sensoren Informationen über körperliche Aktivitäten, Gesundheitszustände, Standorte sowie teilweise Bild- und Tonaufnahmen. Diese Geräte gewinnen zunehmend an Bedeutung und begleiten viele Menschen im Alltag. Aufgrund ihrer technischen Möglichkeiten können umfangreiche Daten über Nutzerinnen und Nutzer sowie über Dritte gesammelt und verarbeitet werden.
Dadurch bergen sie jedoch erhebliche Datenschutz- und Persönlichkeitsrisiken. Besonders kritisch sind die Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten, die Speicherung in Cloud-Diensten sowie die mögliche Erfassung von Daten Dritter ohne deren Wissen.
«Prüfe gut, bevor du kaufst.»
Was bedeutet das nun für mich?
Die Nutzung von Wearables ist weit verbreitet und es gibt immer wieder neue Geräte mit neuen Funktionen, welche teilweise auch mit KI verbunden werden. Die Nutzung bringt neben den Vorteilen auch Risiken mit sich.
- Erfassung sensibler Daten, wie Gesundheitsdaten, Standort- und Bewegungsinformationen. Dadurch können detaillierte Persönlichkeits- und Bewegungsprofile erstellt werden.
- Missbrauch von Standortdaten zur Überwachung und Verfolgung von Personen inkl. Kindern.
- Unauffällige und unbewilligte Aufnahme von Fotos, Videos und Tonaufzeichnungen durch Smartwatches und mögliche ungerechtfertigte Publikation in den Sozialen Medien.
- Verlust der Kontrolle über die Daten bei der Speicherung der Daten auf Clouds, welche von den Anbietern vorgeben werden.
- Sicherheitsrisiken durch unzureichend geschützte Datenübertragungen, fehlende Sicherheitsupdates oder die Verwendung von Standardpasswörtern
Einfache Tipps zur Erhöhung der Sicherheit
Eine sorgfältige Produktauswahl sowie ein bewusster Umgang mit Berechtigungen und Datenschutzeinstellungen sind daher essenziell. Eine 100-prozentige Sicherheit kann niemand garantieren. Mit den folgenden Tipps kann man die Sicherheit und den Datenschutz erhöhen:
Vor dem Kauf
- Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen sorgfältig prüfen.
- Auf verschlüsselte Datenübertragungen und regelmässige Sicherheitsupdates achten.
- Prüfen, wo und unter welchen Bedingungen Daten gespeichert und verarbeitet werden.
- Hersteller auswählen, die transparente Angaben zur Datenverarbeitung machen.
- Sicherstellen, dass Support- und Datenschutzkontaktstellen vorhanden sind.
Bei der Nutzung
- App-Berechtigungen kritisch prüfen und nur notwendige Zugriffe erlauben.
- Sicheres Passwort definieren
- Bewusst entscheiden, welche Daten erfasst und geteilt werden.
- Regelmässig Software- und Sicherheitsupdates installieren.
Schutz von Kindern
- Ortungs- und Überwachungsfunktionen nur im Interesse des Kindes einsetzen.
- Die Privat- und Intimsphäre von Kindern respektieren.
- Den Einsatz von Tracking-Funktionen regelmässig auf Notwendigkeit überprüfen.
Schutz von Drittpersonen
- Vor Foto-, Video- oder Tonaufnahmen betroffene Personen informieren.
- Die Privatsphäre anderer respektieren und verdeckte Aufnahmen vermeiden.


